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Japanisch

26 Einträge mit dem Tag "Japanisch"

⚔️Waffen(4)
kappa

Kappa

Kappa · Der japanische Wasser-Yokai — Ein Flussschelm mit Macht in einer Kopfschale

Der Kappa (japanisch Kappa, 'Flusskind') ist die Wasser-Yokai-Gestalt, die in den Fluessen und Teichen Japans wohnt, die kanonische ikonografische Figur des japanischen Wassergott-Glaubens (Suijin), kindergrosser Statur, mit einem Schildkroetenpanzer (Kora), Schwimmhautfueessen und -haenden, und einer wasserhaltenden Schale (Sara) auf dem Scheitel. Die chinesisch-japanischen Schriftzeichen Kawa-warabe ('Flusskind') entsprechen dem japanischen Volkssprachlichen Kawako (Flusskind), Kawataro (Flussjunge) und vielen regionalen Namen. Der ikonografische Ursprung ist die Verschmelzung des japanischen indigenen Wassergott-Glaubens mit der Ertrinkens-Folklore von Flussufern und Teichen. Die entscheidende Textquelle ist der Eintrag in Buch 40 der Enzyklopaedie Wakan Sansai Zue, die 1712 von Terajima Ryoan zusammengestellt wurde und den Kappa als kanonische Figur mit Schnabel, Schildkroetenpanzer auf dem Ruecken und Schale auf dem Scheitel systematisierte. Der visuelle Kanon wurde im Yokai-Katalog Gazu Hyakki Yagyo (1776) von Toriyama Sekien (1712-1788) etabliert. Der entscheidende moderne Kanon ist Kunio Yanagitas (1875-1962) Tono Monogatari vom Juni 1910 — siebzehn Kappa-Volkserzaehlungen der Tono-Region in der Praefektur Iwate — der den japanischen folkloristischen Kappa-Kanon etablierte, und Keiichi Haras Animationsfilm Summer Days with Coo (Kappa no Ku to Natsuyasumi) von 2007, am 28. Juli 2007 veroeffentlicht, etablierte den populaeren Kanon der globalen Kappa-Ikonografie des einundzwanzigsten Jahrhunderts.

oni

Oni

Oni · Der japanische Dämon — Ein gehörnter, kolossaler menschenfressender Oger

Der Oni (japanisch oni) ist der gigantische und wilde Daemon der japanischen Tradition, die kanonische ikonografische Figur des japanischen Yokai, gekennzeichnet durch rote oder blaue Haut, Hoerner auf dem Kopf, scharfe Hauer, einen Tigerfell-Lendenschurz und eine gefuehrte Eisenkeule, den Kanabo. Die Etymologie kombiniert das chinesische Ideogramm 'gui' (die Seele der Toten) mit der japanischen einheimischen Wurzel 'on' ('verstecken'), gemaess der kanonischen Hypothese des japanischen Woerterbuchs Wakun no Shiori aus dem achtzehnten Jahrhundert, zusammengestellt von Tanigawa Kotosuga. Der ikonografische Ursprung ist eine Komposition aus (1) dem chinesischen 'gui'-Glauben, (2) den Hoellenwaechtern des indischen Buddhismus (den ochsenkoepfigen und pferdekoepfigen Naraka-Pala) und (3) dem einheimischen japanischen Berggeist-Glauben. Der entscheidende japanische Text ist die Darstellung von Berggeistern im achten Jahrhunderts Kojiki (712) und Nihon Shoki (720), und die kanonische heroische Erzaehlung ist die Shuten-doji-Geschichte im Konjaku Monogatarishu des elften und zwoelften Jahrhunderts — in der Minamoto no Yorimitsu (948-1021) die Vier Himmlischen Koenige einschliesslich Watanabe no Tsuna anfuehrt, um den Oni Shuten-doji vom Berg Oe in der Tanba-Provinz zu erschlagen und seinen Kopf dem Kaiserhof zu praesentieren. Das japanische Manga Demon Slayer (Kimetsu no Yaiba) von Koyoharu Gotouge aus den Jahren 2016-2020 etablierte den globalen Kanon der Oni-Ikonografie des einundzwanzigsten Jahrhunderts.

nue

Nue

Nue · Chimäre — Legendäres japanisches Ungeheuer

Der Nue (japanisch Nue) ist die kanonische ikonografische Figur des chimaerischen Yokai der Heian-Zeit, mit dem Gesicht eines Affen, dem Koerper eines Marderhunds (Tanuki) oder einer Wildkatze, den Beinen eines Tigers und dem Schwanz einer Schlange — einer der mysterioesesten zusammengesetzten Yokai der japanischen Legende. Der Name leitet sich vom altertuemlichen japanischen Namen des einheimischen Vogels Erddrossel (Zoothera dauma, japanisch Tora-Tsugumi) ab, dessen trauriger und unheimlicher Schrei, wenn er gehoert wird, im Kanon als Vorbote von Katastrophe gilt — der kanonische Vogel des Onmyodo (Yin-Yang-Weg) Glaubens des Heian-kaiserlichen Hofes. Der ikonografische Ursprung ist der Onmyodo-Glaube der Heian-Zeit (794-1185) und die kanonisierte Gunki-mono-Tradition (Kriegsgeschichte) des spaeten zwoelften Jahrhunderts. Die entscheidende Textquelle ist das Kapitel Nue in Buch 4 des Heike Monogatari (Erzaehlung der Heike) des fruehen dreizehnten Jahrhunderts, der entscheidende Kanon des japanischen Gunki-mono: im Fruehjahr 1153 erschien jeden Morgendaemmerung eine schwarze Wolke ueber dem Heian-kyo-kaiserlichen Hof von den oestlichen Bergen und stoerte den Schlaf von Kaiser Konoe (regierte 1139-1155), was seine Krankheit verursachte; Minamoto no Yorimasa (1104-1180), der groesste Bogenschuetze der Heian-Zeit, schoss den Nue aus der schwarzen Wolke herab — der entscheidende Textkanon der Nue-Legende. Der Yokai-Katalog Konjaku Gazu Zoku Hyakki von 1779 von Toriyama Sekien (1712-1788) etablierte den visuellen Kanon des Nue.

yuki-onna

Yuki-onna

Yuki-onna · Die Schneefrau — Eine kalte, sorgenvolle Schöne, die im Schneesturm erscheint

Die Yuki-onna (japanisch Yuki-onna, 'Schneefrau') ist die bleiche weibliche Yokai-Gestalt, die ploetzlich im naechtlichen Schneesturm erscheint, die kanonische ikonografische Figur des japanischen Winter-Schneeberg-Yokai, die im weissen Kimono, mit pechschwarzen Haaren und einem blutleeren Gesicht dem verirrten Reisenden naht und ihn mit ihrem kalten Atem zu Tode gefriert. Der ikonografische Ursprung ist die Verschmelzung der Erfrierungs-Folklore (Toshi) der schneereichen Regionen Japans in Tohoku, Chubu und Hokkaido mit dem Bergkami-Glauben (Yama-no-Kami). Die frueheste textliche Aufzeichnung ist die Sogi Shokoku Monogatari, ein Reisebericht des Renga-Dichters Sogi (1421-1502) der spaeten Muromachi-Zeit (geschaetzt spaetes fuenfzehntes Jahrhundert), die eine grosse weissgekleidete Frau beschreibt, die in den Schneebergen der Provinz Echigo (heute Praefektur Niigata) angetroffen wird. In der Edo-Zeit wurde die Yuki-onna im Yokai-Katalog Gazu Hyakki Yagyo (1776) von Toriyama Sekien (1712-1788) als kanonische Yokai systematisiert. Der entscheidende Kanon ist die Kurzgeschichte Yuki-Onna in Kwaidan: Stories and Studies of Strange Things, der englischsprachigen Kurzgeschichtensammlung, die im April 1904 von Lafcadio Hearn (1850-1904, japanischer Name Koizumi Yakumo) veroeffentlicht wurde: Die Holzfaeller Mosaku (der aeltere) und Minokichi der Provinz Musashi werden in einem Schneesturm gefangen und ruhen in einer Huette, wo die Yuki-onna Mosaku toetet, aber den jungen Minokichi auf sein Versprechen verschont, das Geheimnis nie zu enthuellen; Jahre spaeter heiratet Minokichi eine Frau namens Oyuki, die sich als dieselbe Yuki-onna entpuppt, und sie verschwindet, als er das Geheimnis bricht. Dies etablierte den entscheidenden Kanon der modernen Yuki-onna-Ikonografie. Masaki Kobayashis Film Kwaidan von 1965 mit seiner Yuki-onna-Episode gewann den Spezialpreis der Jury bei den Filmfestspielen von Cannes und vollendete den globalen Kanon.

🐉Drachen(2)
yamata-no-orochi

Yamata-no-Orochi (achtgegabelter Riesenschlangendrache) ist die ikonischste vielkoepfige Schlange der japanischen Mythologie, niedergeschrieben im fruehen achten Jahrhundert in den beiden Gruendungschroniken des japanischen Staates: dem 'Kojiki' (712) des Ō no Yasumaro und dem 'Nihon Shoki' (720), kompiliert unter Prinz Toneri. Die Schlange traegt acht Koepfe und acht Schwaenze, und ihr Leib ist so gewaltig, dass er 'acht Taeler und acht Ruecken bedeckt, mit Zypressen und Zedern auf dem Ruecken, und der Bauch ist staendig entzuendet und blutig'. Sie erscheint jaehrlich am Hi-Fluss (heute Hii) im Land Izumo (oestliche Praefektur Shimane) und fordert eines der Maedchen des Alten Paares Ashinazuchi und Tenazuchi als Tribut. Nachdem sie sieben der acht Toechter verschlungen hat, naht sich die letzte, Kushinada-hime, als der vom Himmel verbannte Sturmgott Susanoo nach Izumo herabsteigt. Susanoo braut yashiori-no-sake (achtfach destillierten Wein) und fuellt acht grosse Bottiche, die er vor acht Toren aufstellt, sodass Orochis acht Koepfe in je einem Bottich trinken. Sobald die acht Koepfe sinnlos betrunken sind, schlaegt er sie und die acht Schwaenze mit dem goettlichen Schwert Totsuka-no-Tsurugi ab. Beim Hieb in den letzten Schwanz schartet die Klinge an einem darin verborgenen Gegenstand: dem Kusanagi-no-Tsurugi (auch Ame-no-Murakumo-no-Tsurugi), einem der Drei Heiligen Schaetze des japanischen Kaiserhauses, heute aufbewahrt im Atsuta-Schrein in Nagoya, Praefektur Aichi.

⚔️Rüstung(6)
🐉Geister(1)
kagutsuchi

Kagutsuchi

Geisterkönig

Kagutsuchi · 軻遇突智 — König der Zerstörenden Flamme

Kagutsuchi (Kagutsuchi, Hi-no-Kagutsuchi) ist der entscheidende kanonische Feuergott der japanischen Mythologie. Die Etymologie ist die japanische Zusammensetzung von kagu ('leuchtend, strahlend') und tsuchi ('Geist, Seele') — bedeutet 'leuchtende Seele' — das entscheidende kanonische Vokabular, und das Pseudonym Hi-no-Kagutsuchi ('Feuer-Kagutsuchi') zeigt, dass er die Verkoerperung des Feuers ist — der entscheidende Kanon. Der entscheidende Textkanon ist das Band 1 des Kojiki (Kojiki) — der aelteste erhaltene japanische historische Chronik, von Ono no Yasumaro (660-c. 723) in der Nara-Zeit kompiliert und am 28. Januar 712 n. Chr. der 43. Kaiserin Genmei (Kaiserin Genmei, 661-721) ueberreicht — die japanische Schoepfungsmythologie — der entscheidende Kanon, in dem die Muttergoettin Izanami (Izanami) waehrend der Geburt von Kagutsuchi an Verbrennungen stirbt und der erzuernte Vatergott Izanagi (Izanagi) Kagutsuchi mit seinem Totsuka-no-Tsurugi (Totsuka-no-Tsurugi, Zehn-Handbreit-Schwert) enthauptet — der entscheidende tragische mythologische Kanon. Das Nihon Shoki (Nihon Shoki) Band 1 Zeitalter der Goetter Oberkapitel, von Prinz Toneri (Prinz Toneri, 676-735) im Jahr 720 n. Chr. der 44. Kaiserin Gensho ueberreicht, zeichnet dies ebenfalls entscheidend auf — der entscheidende Kanon. Aus Kagutsuchis Blut und Leichenfragmenten wurden Dutzende neuer Goetter geboren — der entscheidende Kanon — und Kagutsuchi wird im Fujisan Hongu Sengen Taisha (Fujisan Hongu Sengen Taisha, Stadt Fujinomiya, Praefektur Shizuoka) verehrt — der entscheidende japanische Vulkan-Glaubens-Kanon.