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Westlicher Drache

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🐉Drachen(13)
vritra

Vritra

Dürre-Dämonendrache der vedischen Mythologie Indiens

Vritra (Sanskrit Vṛtra) ist der maechtigste boese Drache-Schlange der vedischen indischen Mythologie und der aelteste belegte Beleg fuer das indogermanische Chaoskampf-Motiv (Sturmgott gegen vielkoepfige Schlange) im erhaltenen Textbestand. Der Sanskritname stammt selbst von der Verbwurzel vṛ ('bedecken, einschliessen'), also 'der Einhuellende, der Verschliesser'. Vritra wird als grosse beinlose Schlange (ahi, 'Schlange') oder als ringfoermiger Berg dargestellt. Seine Kernrolle ist die Verkoerperung der Duerre: indem er sich mit seinem Leib um die sieben grossen Stroeme (Sapta Sindhu) des indischen Subkontinents wickelt, haelt er die Wasser gefangen und bringt der Menschheit Durst und Tod. Er wohnt in einer Festung aus neunundneunzig konzentrischen Vorhoefen (pura). Sein ewiger Gegner ist der Donnergott Indra; das Duell Indra-Vritra ist die zentrale Schlacht des vedischen Korpus, am vollstaendigsten erzaehlt im Rigveda 1.32 — Indra erhaelt von dem goettlichen Schmied Tvaṣṭṛ die Vajra ('Donnerkeil' oder 'Diamantkeule'), durchbricht die neunundneunzig Vorhoefe und spaltet Vritras Kopf; die in seinem Leib gefangenen sieben Stroeme stuerzen hervor und bringen den Subkontinent zum Leben. Im spaeteren Hinduismus (Mahābhārata, Bhāgavata Purāṇa) wird Vritra als Bruder von Tvaṣṭṛs Sohn Viśvarūpa neu erzaehlt, urspruenglich Indras Freund, durch goettlichen Verrat getoetet, wodurch Indra die Suende der brahmahatyā ('Toetung eines Brahmanen') auf sich laedt.

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Hydra von Lerna

Neunköpfiges Sumpfungeheuer

Die Lernaeische Hydra (altgriechisch 'Lernaia Hydra', lateinisch 'Hydra Lernaea') ist das ikonischste vielkoepfige Untier der griechischen Mythologie, das zweite der zwoelf von Koenig Eurystheus von Mykene auferlegten Aufgaben des Heracles. Ihre Geburt steht in Hesiods 'Theogonie' (um 730 v. u. Z.), Verse 313-318: sie ist Tochter der Schlange Echidna und des Sturmriesen Typhon, Schwester des Kerberos, der Chimaera und des Nemeischen Loewen, und wurde von Hera als Werkzeug gegen Heracles aufgezogen. Sie ist kanonisch neunkoepfig, der mittlere Kopf unsterblich (Pseudo-Apollodor, 'Bibliotheke' II.5.2, zweites Jahrhundert v. u. Z.), und ihre entscheidende Kraft ist die Regeneration — fuer jeden abgetrennten Kopf wachsen zwei neue. Heracles besiegt sie nur mit Hilfe seines Neffen und Wagenlenkers Iolaus, der jeden Stumpf sofort mit einer Fackel ausbrennt; den letzten unsterblichen Kopf trennt Heracles ab und vergraebt ihn unter einem grossen Felsen. Das giftige Blut der Hydra tropft auf Heracles' Pfeile und toetet spaeter den Kentauren Nessos, den Riesen Antaeus und schliesslich Heracles selbst. Ihr Lager ist das Lerna-Sumpfgebiet in Argolis auf der oestlichen Peloponnes, identifiziert mit der archaeologischen Staette beim heutigen Dorf Myloi, zehn Kilometer suedlich von Argos, wo das Cincinnati-Grabungsteam (1950-58, John L. Caskey) eine neolithische Siedlung des dritten Jahrtausends v. u. Z. ausgrub.