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Der Golddrache ist der hoechste der fuenf metallischen Drachen von Dungeons & Dragons (Gold, Silber, Kupfer, Bronze, Messing), eingefuehrt von Gary Gygax in 'Supplement III: Eldritch Wizardry' (TSR, 1976) und kodifiziert durch das AD&D 'Monster Manual' (1977), 'Deities & Demigods' (1980), 'Draconomicon' (1990), das 'Monster Manual' der fuenften Edition (2014) und 'Fizban's Treasury of Dragons' (2021). Seine Gesinnung ist auf Rechtschaffen Gut festgelegt, und seine Kennzeichen sind sonnenhell glaenzende Goldschuppen, ein Paar elegant nach hinten geschwungener Hoerner und die Goldbarteln, die unter dem Kiefer herabhaengen. Aus dem Rachen kommen zwei Atemstroeme in einem Neunzig-Fuss-Kegel: ein Strom goldenen Feuers und ein schwaechendes Gas, das jenen, die es einatmen, voruebergehend die Staerke entzieht. Sieben uralte Golddrachen bilden die Leibgarde des Platindrachen Bahamut. Der Golddrache kann sich nach Belieben in einen Menschen, Elfen, Drachenblut oder ein anderes Humanoid verwandeln und ist der staerkste Zauberkundige unter allen Drachen, der in der fuenften Edition Magie der neunten Stufe wie Zeitstopp wirkt. Dieselbe Silhouette und Lehre erscheinen in den Drachenlanze-Chroniken und in den Golddrachen-Begegnungen von Baldur's Gate 3 (2023).

Ursprung

Die direkte Quelle ist Gary Gygax' 'Supplement III: Eldritch Wizardry' (TSR, 1976), das die Drachentaxonomie in fuenf boese chromatische und fuenf gute metallische Arten teilte und dem goldenen die hoechste Stufe zuwies. Das AD&D 'Monster Manual' (1977) fixierte die Goldschuppen, den Goldfeueratem, das Schwaechungsgas, die Gesinnung Rechtschaffen Gut und die Selbstverwandlung. James Wards 'Deities & Demigods' (1980) installierte den Golddrachen als Leibgarde Bahamuts und benannte die sieben Uralten; das zweite-edition 'Draconomicon' (1990) wurde zur taxonomischen Standardaussage, und 'Fizban's Treasury of Dragons' (2021) ergaenzte mit der 'aeltesten Tochter Bahamuts' den schoepfungsmythischen Stammahnen. Das Bild wird allgemein als Reflex des ostasiatischen gelben Kaiserdrachen gelesen, ein Einfluss, der in den Golddrachen-Illustrationen von Clyde Caldwell und Larry Elmore bei TSR in den 1980er und 1990er Jahren sichtbar wird.

Merkmale

  • Sonnenhell glaenzende Goldschuppen und ein Paar elegant nach hinten geschwungener Hoerner
  • Goldbarteln unter dem Kiefer — sichtbare Schuld an die ostasiatische Drachenikonografie
  • Zwei Atemstroeme in einem Neunzig-Fuss-Kegel: Goldfeuer und ein staerkeschwaechendes Gas
  • Verwandelt sich nach Belieben in Mensch, Elf, Drachenblut oder anderen Humanoiden
  • Staerkster Zauberkundiger unter allen Drachen, in der fuenften Edition bis zur neunten Magiestufe
  • Rechtschaffen gute Gesinnung; sieben uralte Golddrachen bilden Bahamuts Leibgarde

Geschichten

Dient im Pen-and-Paper-Rollenspiel als Patron, Mentor und Pruefungsmeister rechtschaffen-guter Helden, der Gerechtigkeit, Ordnung und den Schutz der Schwachen als Berufung nimmt. Seit 'Deities & Demigods' (1980) ist es kanonisch, dass der Golddrache aus dem Verborgenen wirkt oder als verkleideter Mensch unter den Sterblichen lebt, um die naechste Heldengeneration zu erziehen.

Schwäche

'Deities & Demigods' merkt an, dass der intensive Gerechtigkeitssinn des Golddrachen durch vorgetaeuschte Reue und Gnadenappelle manipuliert werden kann, und das 'Draconomicon' von 1990 verzeichnet wiederholte Faelle, in denen der Golddrache unter feindlicher Verhandlungstaktik (Parley) den Todesstoss zurueckhaelt und so den entscheidenden Moment verliert.

Kulturelle Bedeutung

Der Golddrache wird als Synthese des ostasiatischen gelben Kaiserdrachen und des westlichen Gerechtigkeitsarchetyps (Arthurianisches 'Pendragon'-Motiv) gelesen und ist seit den 1980er Jahren im englischsprachigen Fantasy-Verlagswesen — D&D, Drachenlanze, 'Final Fantasy', 'Magic: The Gathering' — zum kanonischen 'guten Drachen' geworden.

In der Popkultur

D&D 'Eldritch Wizardry' (1976), AD&D 'Monster Manual' (1977), 'Deities & Demigods' (1980), 'Draconomicon' (1990 / 2003 / 2008), Monster Manual der fuenften Edition (2014), 'Fizban's Treasury of Dragons' (2021), Drachenlanze-Chroniken (ab 1984), 'Magic: The Gathering' (ab 1993) und Baldur's Gate 3 (2023).

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