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Griechisch

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Satyr

Satyr · Der Halbtier — Waldvolk des Weins, der Musik und des Gelages

Der Satyr (altgriechisch Σάτυρος, lateinisch satyrus) ist ein halb menschlicher, halb tierischer Naturgeist der griechischen Mythologie, der ausgelassene Anhaenger des Weins- und Wahnsinnsgottes Dionysos. Die fruehesten Belege finden sich in Hesiods 'Frauenkatalog' Fragment zehn (um 700 v. u. Z., der die Satyrn als 'eine nutzlose, schalkhafte Rasse' bezeichnet) und im Homerischen Hymnus an Pan (Nummer 19, spaetes siebtes Jahrhundert v. u. Z.); der visuelle Kanon ist in attischer schwarzfiguriger und rotfiguriger Keramik des sechsten und fuenften Jahrhunderts v. u. Z. festgelegt, mit der François-Vase (Ergotimos und Kleitias, um 570-560 v. u. Z., Archaeologisches Nationalmuseum Florenz) und der Brygos-Schale (um 480 v. u. Z., British Museum) als Standardquellen. Der fruehe griechische Satyr war urspruenglich ein pferdeschwaenziger, pferdohriger Theriomorph, aber in der hellenistischen Zeit (spaetes viertes Jahrhundert v. u. Z.) verschmolz der Satyr mit dem roemischen Faunus (einem Wald- und Hirtengott aus dem Kult Numa Pompilius') und die ziegenbeinige, gehoernte, ziegenschwaenzige Ikonografie setzte sich durch. Im Dungeons & Dragons der fuenften Edition, 'Mythic Odysseys of Theros' (Wizards of the Coast, 2020), sind Satyrn 150 bis 180 Zentimeter gross, mit einem menschlichen Oberkoerper, behoorten Ziegenbeinen, kurzen gekruemmten Hoernern, einem kurzen Ziegenschwanz und einem wilden lockigen Haupthaar und Bart am menschlichen Teil. Rassenmerkmale sind +2 Charisma, +1 Geschicklichkeit, Magieresistenz (Vorteil bei Rettungswuerfen gegen Magie), Heitere Spruenge (doppelte Sprungweite) und das Signaturmerkmal Schwelger, das es ihnen erlaubt, eine Syrinx oder Aulos mit Bezauberungs- und Fascinationswirkungen zu spielen. Sie leben in Herden in Waeldern und Feldern und begleiten die Maenaden im dionysischen Thiasos. Die Ikonografie wird in die Renaissance ueber Botticellis 'Venus und Mars' (1483, National Gallery, London) und Michelangelos 'Bacchus' (1497, Bargello-Museum, Florenz) getragen, durch Debussys 'Praeludium zum Nachmittag eines Fauns' (1894), Disneys 'Fantasia' (1940) und Mr. Tumnus in C.S. Lewis' 'Der Loewe, die Hexe und der Kleiderschrank' (1950).