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Düster

27 Einträge mit dem Tag "Düster"

🐉Kreaturen(2)
satan

Satan

Satan · Der Widersacher — Fürst des Zorns, Ankläger der Menschheit

Satan (Hebraeisch Satan, Griechisch Satanas, Latein Satanas, Aramaeisch Satana) ist der oberste Daemon der juedisch-christlich-islamischen Tradition — der entscheidende Kanon, das entscheidende kanonische Vokabular abgeleitet vom hebraeischen 'satan' mit der Bedeutung 'Widersacher' oder 'Anklaeger'. Die Aliase Diabolos (griechisch 'Verleumder'), Teufel (devil), Luzifer (Lucifer, 'Lichttraeger'), Belial, Beelzebub, Iblis (islamischer Satan), alte Schlange (old serpent), grosser Drache und Fuerst der Finsternis (prince of darkness) sind das entscheidende kanonische Vokabular. Der entscheidende Textkanon ist der entscheidende Ursprungskanon von Hiob (Job) Kapitel 1:6-12 und 2:1-7 von c. 6.-4. Jahrhundert v. Chr. — der Widersacher (the-satan, mit dem bestimmten Artikel), der Hiob (Job) im himmlischen Gericht pruefte — und der entscheidende Kanon von Sacharja (Zechariah) 3:1-2 von c. 6.-5. Jahrhundert v. Chr. — Satan, der Josua (Joshua) anklagte. Der entscheidende Kanon der 40-taegigen Versuchung Jesu Christi in der Wueste in Matthaeus (Matthew) 4:1-11 und Lukas (Luke) 4:1-13 des 1. Jahrhunderts n. Chr., der entscheidende Kanon des himmlischen Krieges in Offenbarung (Revelation) 12:7-9, in dem der grosse Drache Satan vom Erzengel Michael gestuerzt wurde, und der entscheidende Kanon der tausendjaehrigen Bindung und des endgueltigen ewigen Feuersees in 20:1-3 und 20:10.

asmodeus

Asmodäus

Asmodäus · Fürst der Wollust — Ehe-zerstörender Dämonenkönig

Asmodeus (Hebraeisch Ashmedai, Griechisch Asmodaios, Latein Asmodaeus) ist der grosse Daemon der Lust, der Ehezerstoerung und des Zorns der juedischen Apokryphen und der christlichen Tradition — der entscheidende Kanon, die entscheidende kanonische ikonografische Figur, abgeleitet vom persischen zoroastrischen Aeshma-daeva (Aeshma-daeva, 'Zorndaemon'). Die Etymologie ist das entscheidende kanonische Vokabular des zoroastrischen Avesta (Avesta) Aeshma (Aeshma, 'Zorn') + daeva (daeva, 'boeser Gott'), und das hebraeische Ashmedai (Ashmedai) und das griechische Asmodaios sind das entscheidende kanonische Vokabular. Der entscheidende Textkanon ist das Buch Tobit (Book of Tobit) Kapitel 3 Vers 8 von c. 200 v. Chr. juedischer Apokryphen — der entscheidende Kanon des Lustdaemons, der Sarahs (Sarah) sieben Maenner in ihrer Hochzeitsnacht toetete — und Kapitel 3 Vers 17, Kapitel 6 Verse 14-18 und Kapitel 8 Verse 1-3 — der entscheidende Kanon, in dem der Erzengel Raphael (Raphael) Tobias (Tobias) Fischleber und -herz auf Weihrauch verbrennen liess, und der Rauch Asmodeus vertrieb und Raphael ihn in Oberaegypten band. Das Testament Salomos (Testament of Solomon) Kapitel 5 von c. 1.-3. Jahrhundert n. Chr. — der entscheidende Kanon der Lust gegenueber Salomons Frau — und der Lemegeton (Lesser Key of Solomon, Ars Goetia) des c. 17. Jahrhunderts — der entscheidende Kanon als 32. Koenig der 72 Daemonen.

🐉Drachen(8)
vritra

Vritra (Sanskrit Vṛtra) ist der maechtigste boese Drache-Schlange der vedischen indischen Mythologie und der aelteste belegte Beleg fuer das indogermanische Chaoskampf-Motiv (Sturmgott gegen vielkoepfige Schlange) im erhaltenen Textbestand. Der Sanskritname stammt selbst von der Verbwurzel vṛ ('bedecken, einschliessen'), also 'der Einhuellende, der Verschliesser'. Vritra wird als grosse beinlose Schlange (ahi, 'Schlange') oder als ringfoermiger Berg dargestellt. Seine Kernrolle ist die Verkoerperung der Duerre: indem er sich mit seinem Leib um die sieben grossen Stroeme (Sapta Sindhu) des indischen Subkontinents wickelt, haelt er die Wasser gefangen und bringt der Menschheit Durst und Tod. Er wohnt in einer Festung aus neunundneunzig konzentrischen Vorhoefen (pura). Sein ewiger Gegner ist der Donnergott Indra; das Duell Indra-Vritra ist die zentrale Schlacht des vedischen Korpus, am vollstaendigsten erzaehlt im Rigveda 1.32 — Indra erhaelt von dem goettlichen Schmied Tvaṣṭṛ die Vajra ('Donnerkeil' oder 'Diamantkeule'), durchbricht die neunundneunzig Vorhoefe und spaltet Vritras Kopf; die in seinem Leib gefangenen sieben Stroeme stuerzen hervor und bringen den Subkontinent zum Leben. Im spaeteren Hinduismus (Mahābhārata, Bhāgavata Purāṇa) wird Vritra als Bruder von Tvaṣṭṛs Sohn Viśvarūpa neu erzaehlt, urspruenglich Indras Freund, durch goettlichen Verrat getoetet, wodurch Indra die Suende der brahmahatyā ('Toetung eines Brahmanen') auf sich laedt.

imugi

Der Imugi ist der koreanische 'unvollendete Drache', eine gewaltige Schlange, die tausend Jahre lang in tiefen Bergteichen, unter Wasserfaellen und in verborgenen Hoehlen Askese ueben und sittliches Verdienst sammeln muss, bevor sie die Wunschkugel (yeouiju) erhaelt und als wahrer Drache aufsteigen kann. Sie wird als Schlange von ungewoehnlicher Dicke und beschuppten Wuchses dargestellt, mit dem Ansatz kleiner Hoerner auf der Stirn; dasselbe Bild kehrt in Volkserzaehlungen aus den Provinzen Suedpyongan, Gangwon und Suedjeolla wieder. Der fruehste koreanischsprachige schriftliche Beleg ist Hong Man-jongs 'Sun-o-ji' (1678), waehrend die systematischste Quelle die Feldarbeit von Son Jin-tae (1900-1950?) — veroeffentlicht als 'Forschungen zur koreanischen Volkserzaehlung' (1947) — und Im Seok-jaes zwoelfbaendige 'Sammlung koreanischer muendlicher Erzaehlungen' (Pyongminsa, 1987-1993) ist, die ueber zweihundert Imugi-Erzaehlungen unter den Typen 'Imugi und das Maedchen' und 'Drachenteich' anordnet. Das koreanische Standardwoerterbuch definiert ihn als 'eine grosse Schlange, die nicht zum Drachen werden konnte'; die koreanische Volkskunde liest ihn als Verschmelzung des chinesischen Jiao-Schlangendrachen mit dem einheimischen Schlangenkult. Die moderne Wiederaufnahme findet sich im Manhwa 'Land des Windes' (Kim Jin, ab 1992), im Hollywoodblockbuster 'D-War' (2007, Regie Shim Hyung-rae) und im Manhwa 'Myojin Imugi' (Jeong Ju-yeon, 2014).