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Tsukumogami

Tsukumogami · Der Werkzeug-Yokai — Ein Geist, der in einem hundertjährigen Gegenstand wohnt

Ein japanischer Yokai, der entsteht, wenn ein fast hundert Jahre genutztes Werkzeug oder Gegenstand einen Geist erlangt. Alltägliches — Schirme, Laternen, Kotos, Strohsandalen, Töpfe — erlangt Augen und Glieder und bewegt sich. Ein achtlos weggeworfener oder schlecht behandelter Gegenstand mag Groll hegen oder bloß Streiche spielen. Eine typische Gruppe, die den Zug der Nachtparade der hundert Dämonen bildet.

Ursprung

Abgeleitet vom japanischen animistischen Glauben, dass Geister selbst in Gegenständen wohnen. Durch die 'Nachtparade der hundert Dämonen'-Bildrollen der Heian–Muromachi-Zeit etabliert, als vielfältige Werkzeug-Yokai dargestellt.

Merkmale

  • Ein hundert Jahre genutztes Werkzeug verwandelt sich
  • Alltägliches: Schirm, Laterne, Koto usw.
  • Erlangt Augen und Glieder und bewegt sich
  • Groll eines schlecht behandelten Gegenstands, oder bloße Streiche

Geschichten

Tritt als Groll eines weggeworfenen Gegenstands, unheimlicher Zug der hundert Dämonen und Wesen auf, das lehrt, seine Dinge zu schätzen. Ein fester Bestandteil japanischer Volksmärchen, der die Seele der Dinge mit Maß und Humor verbindet.

Schwäche

Verschwindet, wenn sein Kerngegenstand zerstört oder ehrerbietig geweiht wird (ein Reinigungs- oder Entsorgungsritus). Ist der wohnende Groll gelöst, kehrt es in seinen ursprünglichen unbelebten Zustand zurück.

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