Rundschild
Von der Antike bis zum Mittelalter weit verbreiteter Rundschild
Der Rundschild ist der Zweig des Schildes, der aus einer flachen Scheibe einer einzigen runden Flaeche gemacht ist, und seine klarste Gestalt ist der runde Schild, den der Wikingerkrieger Skandinaviens im 8. bis 11. Jahrhundert trug. Er war aus leichten Holzbrettern, meist aus Linde oder Tanne, etwa fuenfundsiebzig bis neunzig Zentimeter im Durchmesser, mit kreuzweisem Faserverlauf zusammengefuegt, mit einem eisernen Schildbuckel (Boss) in der Mitte, der die Faust des Mannes deckte, und im Inneren des Bosses einem kurzen Griff, der mit einer Hand gehalten wurde. Mit drei bis fuenf Kilogramm Gewicht war er leicht genug, um in einer Hand frei geschwungen zu werden, verglichen mit den grossen Drachenschilden und runden Targen desselben Zeitalters, und der Boss selbst wurde als Waffe gebraucht, der gerade auf das Gesicht oder die Schwerthand des Feindes geschlagen wurde. In der Schildmauer (skjaldborg), in der die Krieger in einer einzigen Linie standen und ihre Schilde leicht ueberlappten, hatte derselbe Schild seinen groessten Sitz, waehrend ein Krieger, der einen allein trug, mit Schwert und Axt je in einer Hand, hin und her stroemte und kaempfte.