
Cheonyeo-gwisin
Cheonyeo-gwisin · Der grollgebundene Jungfrauengeist — Ein koreanischer Geist, der mit ungelöstem Han umherirrt
Der Rachegeist einer unverheiratet gestorbenen Jungfrau, die Han trägt. Sie erscheint in einem weißen Totengewand, mit langem offenem Haar und blutleerem Gesicht. Sie irrt durch die Welt der Lebenden, bis der Han eines ungerechten Todes oder einer unerfüllten Bindung gelöst ist. Wo der japanische Onryo einen wahllosen Fluch verbreitet, trägt der Jungfrauengeist die koreanische Empfindung, jemanden zu erwarten, der ihren Han erkennt und löst.
Ursprung
Abgeleitet vom koreanischen Schamanismus und Volkstum, das die konfuzianische Sicht der Ehe mit dem Gefühl des Han verbindet. Zentral sind der Glaube, dass der Geist einer unverheirateten Frau durch die Leere irrt, und die Idee des Haewon — dass sie erst bei Lösung des Han Ruhe findet.
Merkmale
- Weißes Totengewand und langes offenes Haar
- Ein blutleeres, bleiches Gesicht
- Tiefer Han, an Ehe und unerfüllte Bindungen geknüpft
- Erwartet jemanden, der den Han erkennt
Geschichten
Tritt als Verkörperung eines zu lösenden Han und tragische Seele auf, die um Wahrheit fleht. Das symbolträchtigste Wesen koreanischer Geistererzählungen über Unrecht, das Zurruhebringen von Groll und Empathie.
Schwäche
Wird die Geschichte des gebundenen Han aufgedeckt und gelöst, findet sie Ruhe und scheidet ohne Groll. Keine wahllose Bosheit, mildert sie sich vor der Aufrichtigkeit dessen, der ihren Han erkennt.
