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Heilig

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🐉Drachen(5)
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Der chinesische long ist der Archetyp des ostasiatischen Drachen, die Quelle, von der der koreanische cheongnyong, der japanische ryu und der vietnamesische long abstammen. Sein Bild laeuft ununterbrochen vom Neolithikum — der C-foermige Jadedrache der Hongshan-Kultur (um 3500-3000 v. u. Z., 1971 in Ongniud (Innere Mongolei) ausgegraben, heute Kulturgut erster Klasse im Nationalmuseum Chinas in Peking) und der Muschelmosaikdrache der Yangshao-Kultur in Xishuipo bei Puyang (um 5300 v. u. Z., 1987 ausgegraben) — bis zu Xu Shens 'Shuowen Jiezi' (100 u. Z.), das den Drachen als 'Anfuehrer der schuppigen Tiere' definiert, zu Wang Fus 'Qianfu Lun' der spaeten Han, das die 'neun Aehnlichkeiten' (Hirschgeweih, Kamelhaupt, Hasenaugen, Schlangenhals, Muschelbauch, Karpfenschuppen, Adlerklauen, Tigersohlen) erstmals systematisiert, und zu Li Shizhens 'Bencao Gangmu' (1578). Die fuenfzehige Pfote als kaiserliches Monogramm wurde durch das Ritualedikt des Hongwu-Kaisers von 1393 festgelegt und blieb bis zum Ende der Qing in Kraft; Fuersten waren auf vier Zehen begrenzt, das Volk auf drei. Der long ist in einem Fuenf-Richtungen-Farbsystem geordnet — Azurdrache (Osten), Weisser (Westen), Zinnoberroter (Sueden), Schwarzer (Norden), Gelber (Zentrum) — und gilt als Bringer des Regens, Herrscher der Fluesse und Verkoerperung kosmischer Gerechtigkeit; er ist das einzige mythische Wesen im Zwoelftierzyklus, und ein im Drachenjahr geborenes Kind teilt das Auspicium des Kaisers.

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Der Azurdrache (chinesisch 'Qinglong', koreanisch 'Cheongnyong', japanisch 'Seiryu') ist der oestliche Waechter der ostasiatischen Vier Symbole (sasin / Sishen), der Himmelsdrache des Ostens, des Fruehlings, der Holzphase der Fuenf Elemente und der gruen-blauen Farbe. Das System — Azurdrache des Ostens, Weisser Tiger des Westens, Zinnobervogel des Suedens, Schwarze Schildkroete des Nordens — wurde unter der Han-Dynastie kodifiziert, insbesondere in Liu Ans 'Huainanzi' (um 139 v. u. Z.) und Wang Chongs 'Lunheng' (um 80 u. Z.), und vereinigt die sieben Mondhaeuser des oestlichen Quadranten (Jiao, Kang, Di, Fang, Xin, Wei, Ji). Bildlich unterscheidet sich der Azurdrache vom kaiserlichen gelben long durch einen schlankeren, schlangenartigen Koerper, gruen-blaue Schuppen, verzweigte Hirschgeweihe und Karpfenschuppen; er ist die kanonische Verbildlichung des geomantischen Grundsatzes, dass der Drache des Ostens die linke Seite einer Siedlung schuetzt. Die besterhaltenen fruehen Darstellungen sind die Ostwandmalereien der Goguryeo-Graeber Gangseo Daemyo und Jungmyo (spaetes sechstes Jahrhundert, Suedpyongan, Nordkorea) und das Kitora-Grab im Dorf Asuka, Praefektur Nara (spaetes siebtes bis fruehes achtes Jahrhundert, japanischer Nationalschatz seit 1998). Der Azurdrache benennt zudem das Praesidentenamt Cheongwadae in Korea ('Haus der gruenen Ziegel', 1939 errichtet) und wacht ueber das Oestliche Bluetentor (Donghuamen) der Verbotenen Stadt, vollendet 1420.

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