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Nereid

Nereid · Ciquel · Endairon — Überlegener Wassergeist

Die Nereide (griechisch Nereis, Plural Nereides, englisch Nereid) ist die kanonische ikonografische Figur der fuenfzig Meernymphenschwestern (Nymphe), die dem Meeresgott Nereus (Nereus, 'der Nasse') und der Okeanide Doris (Doris) der griechischen Mythologie geboren wurden. Innerhalb der Klassifikation der Nymphen — Najade (Suesswasser), Okeanide (Ozean), Nereide (Salzmeer), Dryade (Baum), Oreade (Berg) — ist die Nereide der entscheidende Kanon des Salzmeers, und der entscheidende Textkanon ist der Kanon der Zeilen 240-264 der Theogonie (Theogonia) des griechischen Dichters Hesiod (Hesiodos) von ca. 700 v. Chr. — der alle fuenfzig Nereiden namentlich nennt — der entscheidende Kanon. Der entscheidendste homerische Kanon ist der Kanon der Zeilen 35-64 von Buch 18 der Ilias des griechischen Dichters Homer (Homeros) des achten Jahrhunderts v. Chr. — als die Nereide Thetis (Thetis), Mutter des Helden Achilleus, ueber den Tod des Freundes ihres Sohnes, Patroklos, trauert, steigen dreiunddreissig Nereidenschwestern aus der Tiefseehoehle empor, um sie zu troesten — die entscheidende kanonische Szene des griechischen Epos, und der entscheidendste visuelle Kanon ist das c. 1512 Gemaelde Der Triumph der Galatea (Trionfo di Galatea) des italienischen Renaissance-Malers Raffael (Raffaello Sanzio da Urbino, 1483-1520) — im Besitz der Villa Farnesina in Rom — das entscheidende kulminierende Werk des Renaissance-Nereiden-visuellen Kanons.

Ursprung

Der ikonografische Ursprung ist (1) der Kanon der Zeilen 35-64 von Buch 18 und der Zeilen 84-98 von Buch 24 der Ilias des Homer (Homeros) des achten Jahrhunderts v. Chr. — der Kanon der Nereide Thetis, Mutter des Helden Achilleus, und ihrer Schwester-Nereiden — und (2) der Kanon der Zeilen 240-264 der Theogonie (Theogonia) des griechischen Dichters Hesiod (Hesiodos) von ca. 700 v. Chr. — der alle fuenfzig Nereiden namentlich nennt. Die Zeilen 240-264 von Hesiods Theogonie nennen alle fuenfzig Nereiden — Amphitrite (Gattin von Poseidon), Thetis (Mutter von Achilleus), Galateia (von dem Kyklopen Polyphemus geliebt), Doto, Proto, Pherousa und andere — der entscheidende Kanon, und die Zeilen 35-64 von Buch 18 von Homers Ilias nennen dreiunddreissig Nereidenschwestern — Glauke, Thaleia, Kymodoke, Nesaie, Speio, Thoe, Halie, Kymothoe, Aktaie und andere. Die griechische Tragoedie Die Nereiden (Nereides, fragmentarisch erhalten) des griechischen Tragoeden Aeschylus (Aischylos, 525-456 v. Chr.) des fuenften Jahrhunderts v. Chr. und der Kanon der Zeilen 859-964 von Buch 4 der Argonautika (Argonautika) des alexandrinischen Dichters Apollonios Rhodios (Apollonios Rhodios, 295-215 v. Chr.) des vierten und dritten Jahrhunderts v. Chr. — als das Argo-Schiff des Helden Jason (Iason) in Gefahr ist, fuehren die Nereidenschwestern auf Befehl von Thetis das Schiff sicher — sind der entscheidende alexandrinisch-schulische Nereiden-Kanon.

Merkmale

  • Fuenfzig Schwestern lenken verschiedene Aspekte des Meeres
  • Form einer schoenen menschlichen Frau
  • Befreundet sich mit Delphinen und Meerestieren
  • Geschickt in Musik und Tanz
  • Freundlich zu Seeleuten und Helden
  • Schwaecht sich weit weg vom Meer

Geschichten

Der Nereiden-Kanon von Buch 18 Zeilen 35-64 von Homers Ilias des achten Jahrhunderts v. Chr. und der Zeilen 240-264 der Theogonie Hesiods von ca. 700 v. Chr. ist der entscheidende Ursprung, und die griechische Tragoedie Die Nereiden des Aeschylus des fuenften Jahrhunderts v. Chr. und Buch 4 der Argonautika des Apollonios Rhodios des vierten und dritten Jahrhunderts v. Chr. erweiterten den alexandrinisch-schulischen Kanon. Der Kanon der Zeilen 738-897 von Buch 13 der Metamorphosen des roemischen Dichters Ovid (Publius Ovidius Naso, 43 v. Chr. - 17 n. Chr.) von ca. 8 n. Chr. — die Liebe der Nereide Galatea (Galateia) und des Hirtenjuenglings Acis (Acis) und die unerwiderte Liebe des einaeugigen Riesen Kyklopen Polyphemus (Polyphemos), die zur Ermordung des Acis durch Eifersucht fuehrt — ist der entscheidende lateinisch-literarische Kanon, und die Bibliotheca des griechischen Apollodorus (Apollodoros) des zweiten Jahrhunderts n. Chr. systematisierte das Nereiden-Mythensystem. Der entscheidende Renaissance-visuelle Kanon ist das c. 1486 Gemaelde Die Geburt der Venus (La Nascita di Venere) des italienischen Malers Sandro Botticelli (1445-1510, im Besitz der Uffizien in Florenz), das entscheidenden Nereiden-ikonografischen Einfluss gab, und das c. 1512 Der Triumph der Galatea (Trionfo di Galatea) von Raffael (Raffaello Sanzio, 1483-1520, im Besitz der Villa Farnesina in Rom) — das die Nereide Galatea darstellt, die einen von zwei Delphinen gezogenen Muschelwagen reitet — ist das entscheidende kulminierende Werk des Renaissance-Nereiden-visuellen Kanons. Das 1873 Gemaelde Triton und Nereide (Triton und Nereide) des Schweizer Symbolisten Arnold Boecklin (1827-1901, im Besitz der Neuen Pinakothek in Muenchen, Deutschland) und das 1905 Gemaelde Die Meerjungfrau (The Sea Maiden) des britischen Praeraffaeliten Herbert James Draper (1863-1920) etablierten den Nereiden-visuellen Kanon des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts, und die Nereide des 1977 D&D Monster Manual von Gary Gygax von TSR in den USA — konsistent bis zur 5e (5. Auflage) von 2014 — ist der moderne Fantasy-RPG-Kanon.

Schwäche

Die Schwaechen der Nereide sind: (1) weit weg vom Meer — der entscheidende Umweltbindungskanon des griechisch-mythologischen Naturgeist-Kanons, dass die Nereide schwaecht, wenn sie ihr Meer (Salzmeer) verlaesst; (2) Trennung von Schwesterbindungen — im Buch 18 Kanon von Homers Ilias agiert die Nereide in Gruppen mit ihren Schwestern und wird geschwaecht, wenn sie von ihren Schwestern getrennt wird; (3) menschlicher Stolz — der entscheidende Vergeltungskanon der Zeilen 670-764 von Buch 4 von Ovids ca. 8 n. Chr. Metamorphosen — als Koenigin Kassiopeia (Kassiopeia), Mutter von Andromeda (Andromede), rueht, dass ihre Schoenheit die der Nereiden uebertrifft, appellieren die Nereiden an Poseidon, der das Meeresungeheuer Ketos (Ketos) schickt, um Aethiopien zu verwuesten; (4) Eifersucht des Polyphemus — der entscheidende tragische Kanon im Buch 13 Kanon von Ovids Metamorphosen, dass der Kyklopen Polyphemus, der Galatea liebte, den Hirtenjuengling Acis mit einem Felsen zu Tode zerquetschte; (5) Achilleus' Schicksal — der entscheidende tragische Kanon in den Buechern 18 und 24 von Homers Ilias und im Apollonios-Rhodios-Kanon des vierten und dritten Jahrhunderts v. Chr., dass die Nereide Thetis den Tod ihres Sohnes Achilleus im Trojanischen Krieg nicht verhindern kann; (6) tragisches Schicksal — die kanonische Schwaeche in der griechischen Mythologie, dass die Nereide das tragische Schicksal von Goettern und Helden nicht verhindern kann; (7) Stuerme und Unwetter — der griechisch-mythologische Kanon, dass die Stuerme von Poseidons Zorn die Nereide schwaechen; (8) Goetter und Schicksal — der griechisch-mythologische Kanon, dass die Nereide den Entscheidungen von Zeus und den Entscheidungen der Schicksalsgoettinnen, den Moiren, nachgibt. Der entscheidende kanonische Schluss von Buch 13 von Ovids ca. 8 n. Chr. Metamorphosen — Galateas geliebter Acis wird von Polyphemus' Felsen erschlagen und Acis' Blut wird zu einem Fluss, der mit Galatea ewig vereint ist — ist der entscheidende Kanon der lateinisch-literarischen Nereiden-Tragoedie.

Kulturelle Bedeutung

Die Nereide ist nicht nur eine Meeresgeist-Ikone, sondern die kanonische ikonografische Figur des griechischen Meerkanons, die Homers Ilias des achten Jahrhunderts v. Chr., Hesiods Theogonie von ca. 700 v. Chr., Aeschylus' Die Nereiden des fuenften Jahrhunderts v. Chr., Apollonios Rhodios' Argonautika des dritten Jahrhunderts v. Chr., Ovids Metamorphosen von ca. 8 n. Chr., Botticelli und Raffael der Renaissance des fuenfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts, Boecklin und Draper des neunzehnten Jahrhunderts und das D&D-Fantasy-RPG des zwanzigsten Jahrhunderts durchquert. Im griechisch-mythologischen Naturgeist-Glauben der mykenischen Zivilisation der griechischen Bronzezeit (3000-1200 v. Chr.) wurden die fuenfzig Nereidenschwestern zum entscheidenden Kanon der Aegaeis, des Ionischen Meeres und des Mittelmeers — der entscheidende Kanon des Naturgeist-Glaubens der griechischen Bronzezeit. Der Kanon der Zeilen 35-64 von Buch 18 von Homers Ilias — in dem dreiunddreissig Nereidenschwestern aus der Tiefseehoehle aufsteigen, um die trauernde Thetis zu troesten — ist die entscheidende Meisterwerk-Szene des griechischen Epos, und der entscheidende Renaissance-visuelle Kanon ist das c. 1512 Gemaelde Der Triumph der Galatea von Raffael (1483-1520, im Besitz der Villa Farnesina in Rom, 295 x 225 cm) — das die Nereide Galatea darstellt, die einen von zwei Delphinen gezogenen Muschelwagen reitet, umgeben von Amoretten — das entscheidende kulminierende Werk der Renaissance-Nereiden-Ikonografie. Das 1873 Gemaelde Triton und Nereide des Schweizer Symbolisten Arnold Boecklin (1827-1901, im Besitz der Neuen Pinakothek in Muenchen, Deutschland, 105 x 194 cm) und das 1905 Gemaelde Odysseus und die Sirenen des britischen Praeraffaeliten Herbert James Draper (1863-1920, im Besitz der Ferens Art Gallery, Grossbritannien) — obwohl die Sirenen eine entscheidende Adaptation der Nereiden-Ikonografie sind — und andere Gemaelde des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts etablierten den Nereiden-visuellen Kanon. Die Nereide des 1977 D&D Monster Manual von Gygax von TSR in den USA — konsistent bis zur 5e (5. Auflage) von 2014 — ist der entscheidende Kanon des modernen Fantasy-RPG-Meeresgeistes, und das Meer (Te Fiti) der am 23. November 2016 in den USA veroeffentlichten Disney-Animation Vaiana (Moana) und die einundzwanzigste Jahrhundert polynesische-Mythen-Adaptation werden als die entscheidende moderne Adaptation des Nereiden-Kanons bewertet.

In der Popkultur

Homer, Ilias, Buch 18, Zeilen 35-64 (achtes Jahrhundert v. Chr.) — entscheidende Nereiden-kanonische SzeneHesiod, Theogonie, Zeilen 240-264 (ca. 700 v. Chr.) — entscheidender Kanon, der alle fuenfzig Nereiden nenntAeschylus, Tragoedie Die Nereiden (fuenftes Jahrhundert v. Chr.) — griechisch-tragischer KanonApollonios Rhodios, Argonautika, Buch 4, Zeilen 859-964 (viertes-drittes Jahrhundert v. Chr.) — alexandrinisch-schulischer KanonOvid, Metamorphosen, Buch 13, Zeilen 738-897 (ca. 8 n. Chr.) — Galatea-Acis entscheidender lateinischer KanonApollodorus, Bibliotheca (zweites Jahrhundert n. Chr.) — Nereiden-Mythen-SystematisierungRaffael, Der Triumph der Galatea (ca. 1512) — entscheidender Renaissance-visueller KanonBoecklin, Triton und Nereide (1873) — Symbolismus-Kanon des neunzehnten JahrhundertsDraper-Gemaelde (1905) — britischer Praeraffaeliten-KanonGygax, D&D Monster Manual, Nereide (1977) — Fantasy-RPG-Kanon

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