
Waldelf
Wood Elf · Waldelfen — Wilde Bogenschützen und Naturstämme
Der Waldelf — Tolkiens Silvan-Elben — ist ein wilder, waldbewohnender Zweig der Elfenrasse, abgeleitet von der Elf-Taxonomie aus Anhang F von J.R.R. Tolkiens 'Der Herr der Ringe' (1954-55) und im AD&D Monster Manual (1977) sowie in 'Greyhawk Adventures' (1989) fuer das Tabletop-Rollenspiel kodifiziert. Waldelfen sind 165 bis 180 Zentimeter gross, schlank gebaut, mit kupferner, oliv- oder rotbrauner Haut, gruen-brauner Tarnkleidung, langem geradem schwarzem oder braunem Haar und den langen, spitzen Ohren aller Elfen. Ihre Stammesgesellschaft pflegt im Gegensatz zur magischen Aristokratie der Hochelfen ein einfaches Jaeger-Sammler-Leben und ist auf den Langbogen, das Spurenlesen, die Heimlichkeit und die Verbindung mit Naturgeistern spezialisiert. Im 'Player's Handbook' der fuenften Edition (2014) traegt die Waldelf-Unterart +2 Geschicklichkeit, +1 Weisheit, das Elf-Waffentraining (Langschwert, Kurzschwert, Kurzbogen, Langbogen), Fleet of Foot (+5 Bewegung) und Mask of the Wild. Die Ikonografie reicht von den Duesterwaldelfen (Thranduil, Legolas) und den Galadhrim Lothloriens in Tolkiens 'Der Hobbit' (1937) und 'Der Herr der Ringe' (1954-55) ueber das Waldelfen-Heer von Games Workshops Warhammer Fantasy (ab 1987), die Bosmer von Bethesdas 'The Elder Scrolls'-Reihe (ab 1994), die Dalish von BioWares 'Dragon Age'-Reihe bis zu den Nachtelfen von Blizzards 'World of Warcraft' (ab 2004).
Ursprung
Die direkte Textquelle ist Anhang F 'Ueber die Elben' von J.R.R. Tolkiens 'Der Herr der Ringe' (1955), in dem Tolkien die Hochelfen (Vanyar, Noldor, Sindar — goettlich und nymphenartig) von den Silvan oder Tawarwaith ('Waldvolk') unterscheidet, den einheimischen Waldelfen Mittelerdes. Tolkiens Klassifikation wurde direkt in Gary Gygax' AD&D Monster Manual (1977) und in 'Greyhawk Adventures' (1989, Jim Ward und andere) als D&D Sylvan- bzw. Waldelf-Unterart uebernommen, mit der Gesinnung Chaotisch Gut. Das mythologische Substrat ist der germanisch-nordische Waldgeist — die Lichtelfen (Ljósálfar) von Álfheimr in den altnordischen 'Eddas' — verbunden mit den keltischen Sídhe, den irischen Tuatha Dé Danann und den Waldgeistern der mittelalterlichen europaeischen Bestiarien. Tolkien entwickelte die Elf-Taxonomie waehrend der Arbeit am 'Quenta Silmarillion' (1937-1948); der ausfuehrlichste Kanon ist im posthum veroeffentlichten 'Das Silmarillion' (1977, herausgegeben von Christopher Tolkien) erhalten. 'Mordenkainen Presents: Monsters of the Multiverse' (2022) standardisiert den Waldelfen neben Eladrin, Drow und Hochelf als die vier kanonischen D&D-Elfen-Unterarten.
Merkmale
- 165-180 Zentimeter gross, schlank gebaut, kupferne, oliv- oder rotbraune Haut
- Gruen-braune Tarnkleidung, langes gerades schwarzes oder braunes Haar
- Lange, spitze Ohren, allen Elfen gemeinsam
- Meister des Langbogens, der Spurensuche, der Heimlichkeit und der Verbindung mit Naturgeistern
- Stammes-Jaeger-Sammler-Gesellschaft im Gegensatz zur Hochelfen-Magierdynastie
- Fuenfte Edition +2 Geschicklichkeit, +1 Weisheit, Elf-Waffentraining, Fleet of Foot, Mask of the Wild
Geschichten
Standardrasse fuer wilde Guerilla-Bogenschuetzen in Tabletop-Rollenspielkampagnen; die naturverbundene, zivilisationsmeidende Philosophie dient als Aussenseiterperspektive auf urbane politische Intrigen. Dieselbe Ikonografie wurde fuer das Waldelfen-Heer von Warhammer Fantasy, die Bosmer von 'The Elder Scrolls', die Nachtelfen von 'World of Warcraft' und die Dalish von 'Dragon Age' entlehnt und wurde so zum visuellen Standard der 'wilden Elf'-Unterart in englischsprachigen Fantasy-RPGs.
Schwäche
Misstrauen gegenueber der Aussenwelt und der Technik macht die Waldelfen isolationsanfaellig, und ihre Wald-Plaenklerdisziplin dient ihnen schlecht in regulaeren Schlachten oder Belagerungen — Helms-Klamm-aehnliche Auseinandersetzungen. Ihre naturabhaengige Lebensweise verliert in staedtischen, wuesten- oder gebirgigen Umgebungen an Effizienz, und ihre Hochmagietradition ist im Vergleich zu den Hochelfen duenn.
Kulturelle Bedeutung
Tolkien synthetisierte germanisch-nordische Waldgeister, die keltischen Sídhe und die irischen Tuatha Dé Danann in den 1930er-50er Jahren zum modernen Waldelfen, und durch D&D wurde diese Synthese zum visuellen und narrativen Standard der wilden-Elf-Rasse in englischsprachigen Fantasy-RPGs; die Anpassungen des 21. Jahrhunderts in Warhammer, The Elder Scrolls, Dragon Age und World of Warcraft haben das Bild zur universellen Ikonografie der globalen Spielkultur erweitert.
In der Popkultur
Die Duesterwaldelfen von J.R.R. Tolkiens 'Der Hobbit' (1937), Legolas, Thranduil und die Galadhrim von 'Der Herr der Ringe' (1954-55), 'Das Silmarillion' (1977, herausgegeben von Christopher Tolkien), das AD&D Monster Manual (1977), 'Greyhawk Adventures' (1989), das Player's Handbook der fuenften Edition (2014), das Waldelfen-Heer von Warhammer Fantasy (Games Workshop, ab 1987), die Bosmer von Bethesdas 'The Elder Scrolls'-Reihe (ab 1994), die Nachtelfen von Blizzards 'World of Warcraft' (ab 2004) und die Dalish von BioWares 'Dragon Age'-Reihe.
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