Mongolischer Bogen
Der Kompositbogen der mongolischen Kavallerie
Der Mongolenbogen ist der von den Nomaden Zentralasiens entwickelte Komposit-Reflexbogen, die Schluesselwaffe, die die Eroberung der Welt durch das Mongolenreich stuetzte. Mit etwa 100 bis 120 cm ist er ziemlich klein, doch dank seines Kompositbaus, Horn und Sehne ueber einem Holzkern geschichtet, liefert er eine Kraft, die dem westlichen Langbogen gleichkommt. Mit einer Hoechstreichweite von ueber 300 m und einer wirksamen Reichweite von etwa 150 bis 200 m war vor allem entscheidend, dass er vom Pferd in jede Richtung, nach vorn, hinten, links oder rechts, geschossen werden konnte. Mit dem Mongolengriff, dem Ausziehen der Sehne mit einem Ring am Daumen, loeste der Reiter im Galopp rasch in Folge, und mit dem Parthischen Schuss, sich umdrehend, um nach hinten zu schiessen, waehrend er Flucht vortaeuschte, brach er einen verfolgenden Feind.