Muskete
Die Vorderlader-Feuerwaffe der Neuzeit
Die Muskete ist ein vorderladendes, glattläufiges Langgewehr, das vom 15. bis ins 19. Jahrhundert verwendet wurde — die revolutionäre Feuerwaffe, die das Zeitalter der Rüstung beendete. Aus der Handbüchse hervorgegangen, wurde sie nach Zündsystem vom Luntenschloss zum Steinschloss zum Perkussionsschloss verfeinert. Ihre wirksame Reichweite betrug etwa 100 m, und sie feuerte zwei bis drei Schuss je Minute; die Einzeltreffsicherheit war gering, doch in der Lineartaktik von Hunderten Mann, Seite an Seite aufgereiht und in der Salve feuernd, war sie ungeheuer wirksam. Keine Plattenrüstung konnte eine Musketenkugel aufhalten, sodass die militärische Vormacht des gepanzerten Ritterstandes endgültig verschwand. Vom 16. Jahrhundert bis zu den Napoleonischen Kriegen war sie die Standardinfanteriewaffe, und mit aufgepflanztem Bajonett diente sie zugleich als Spieß für den Nahkampf.