Sylph
MittlereSylph · Shuriel · Sylaphe — Mittlerer Windgeist
Der Sylph (Latein Sylphus, Englisch Sylph, Franzoesisch Sylphe) ist der entscheidende kanonische Geist der Luft (Aer) unter den vier Elementgeistern in der posthumen 1566er lateinischen Abhandlung Buch von Nymphen, Sylphen, Pygmaeen und Salamandern (Liber de Nymphis, Sylphis, Pygmaeis et Salamandris) des Schweizer Arztes und Alchemisten Paracelsus (Theophrastus Bombastus von Hohenheim, 1493-1541). Die Etymologie ist das lateinische Sylphus, von Paracelsus als Zusammensetzung des griechischen silphe (silphe, 'Schmetterling, Motte') und des lateinischen sylvestris ('vom Wald') gepraegt, und die Ikonografie zeigt einen freien, durchscheinenden humanoiden mit Libellen- oder Schmetterlingsfluegeln. Das satirische Gedicht The Rape of the Lock des britischen Dichters Alexander Pope (Alexander Pope, 1688-1744), in London am 4. Mai 1712 veroeffentlicht (1714er erweiterte 5-Gesang-Ausgabe) etablierte den entscheidenden englisch-literarischen Kanon, in dem weibliche Seelen nach dem Tod zu Sylphen werden und Jungfrauen schuetzen, und das Ballett La Sylphide, am 12. Maerz 1832 im Opernhaus Salle Le Peletier in Paris uraufgefuehrt (komponiert von Schneitzhoeffer, choreografiert von Filippo Taglioni, mit Marie Taglioni in der Hauptrolle), wurde als die erste Spitzenschuhauffuehrung in der Ballettgeschichte zum entscheidenden Kanon des romantischen Balletts des 19. Jahrhunderts.