Steinschlosspistole
Die Feuersteinpistole der frühen Neuzeit
Die Steinschlosspistole ist eine einschüssige Pistole, die feuert, wenn der Feuerstein auf den stählernen Batteriedeckel (Frizzen) schlägt, die Funken das Zündkraut in der Pfanne entzünden und dieses Aufblitzen durch das Zündloch die Hauptladung zündet. Sie entstand, als das in Frankreich im frühen 17. Jahrhundert vollendete Steinschloss auf die Pistole übertragen wurde; sie löste die früheren Luntenschloss- und Radschlosspistolen ab und verbreitete sich vom 17. bis ins 19. Jahrhundert für militärischen und zivilen Gebrauch. Ihre wirksame Reichweite betrug nur etwa 15 m und ihre Treffsicherheit war gering, und nach einem Schuss dauerte das Laden lange — daher drehte man die Pistole nach dem Schuss oft um und nutzte sie als Keule, mit dem schweren Kolben schlagend. Sie war das Sinnbild von Piraten und Reiterei und die Standardwaffe des Ehrenduells.