Langschwert
Das Zweihänder-Schwert des mittelalterlichen Europas
Das Langschwert ist das beidhaendige gerade Schwert, das in Europa vom 13. bis zum 17. Jahrhundert am weitesten gebraucht wurde. Mit einer Klinge von etwa 90 bis 130 cm und einem langen Griff von 20 bis 30 cm kann es in einer Hand oder mit beiden gefuehrt werden und heisst daher auch Bastardschwert oder Anderthalbhaender. Seine Merkmale sind eine gerade zweischneidige Klinge, ein kreuzfoermiges Gefaess und ein schwerer Knauf, und dank der Balance des Knaufs, der den Schwerpunkt etwa 10 cm vor dem Gefaess setzt, ist seine Handhabung hervorragend. Sein Gesamtgewicht betraegt etwa 1,1 bis 1,8 kg, weit leichter als gemeinhin angenommen. Es ist eine vielseitige Waffe, ausgestattet mit einer breiten Palette von Techniken: Hieben und Stichen natuerlich, aber auch dem Halbschwert, dem Greifen der Klinge zum Stich, und dem Mordschlag, dem Niederschlagen mit dem Knauf.