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Ostasiatisch

35 Einträge mit dem Tag "Ostasiatisch"

🐉Geister(4)
⚔️Rüstung(5)
war-elephant-howdah

Howdah

Gepanzerte Plattform auf dem Rücken eines Kriegselefanten

Die Howdah ist der kleine Turm, der auf den Ruecken des Kriegselefanten gesetzt wurde, ein Stueck Kriegsgeraet, das selbst eine einzige kleine Festung auf dem Ruecken eines einzigen Tieres war. Auf einem Boden aus dicken Holzbrettern und Eisenbaendern wurden Seitenwaende von Brusthoehe errichtet, und darin sassen zwei oder drei, manchmal vier Bogenschuetzen und Speertraeger, die Bogen und Speer abschossen, und in den Seitenwaenden waren kleine Schiessscharten ausgeschnitten, sodass Pfeile zu einer Seite hin abgegeben werden konnten, waehrend die Pfeile des Feindes abgewandt wurden. Das einzige grosse Merkmal jenes Sitzes war seine Hoehe: die Howdah, auf dem Ruecken gesetzt, stand etwa drei bis vier Meter ueber dem Boden, und die Bogenschuetzen darueber sahen auf einen Blick auf die ganze Reihe des feindlichen Fussvolks hinab. In Indien und Suedostasien war derselbe Turm auch der Sitz des Koenigs und des Generals, und eine einzige Howdah stand als ein einzelner Punkt in der Mitte des feindlichen Heeres, und von ihr aus gingen Befehle an jeden Teil des Heeres durch Banner und Geste. Der Mogulhof und die koeniglichen Haeuser Rajasthans setzten auch eine praechtige zeremonielle Howdah, die Ambari, mit Gold und Silber und seidenen Behaengen verziert, als beweglichen Thron beiseite, und so bewegte sich derselbe Turm zwischen einem Stueck Kriegsgeraet und einem Stueck Thron hin und her.

⚔️Waffen(5)
🐉Kreaturen(3)
🐉Drachen(1)
vritra

Vritra (Sanskrit Vṛtra) ist der maechtigste boese Drache-Schlange der vedischen indischen Mythologie und der aelteste belegte Beleg fuer das indogermanische Chaoskampf-Motiv (Sturmgott gegen vielkoepfige Schlange) im erhaltenen Textbestand. Der Sanskritname stammt selbst von der Verbwurzel vṛ ('bedecken, einschliessen'), also 'der Einhuellende, der Verschliesser'. Vritra wird als grosse beinlose Schlange (ahi, 'Schlange') oder als ringfoermiger Berg dargestellt. Seine Kernrolle ist die Verkoerperung der Duerre: indem er sich mit seinem Leib um die sieben grossen Stroeme (Sapta Sindhu) des indischen Subkontinents wickelt, haelt er die Wasser gefangen und bringt der Menschheit Durst und Tod. Er wohnt in einer Festung aus neunundneunzig konzentrischen Vorhoefen (pura). Sein ewiger Gegner ist der Donnergott Indra; das Duell Indra-Vritra ist die zentrale Schlacht des vedischen Korpus, am vollstaendigsten erzaehlt im Rigveda 1.32 — Indra erhaelt von dem goettlichen Schmied Tvaṣṭṛ die Vajra ('Donnerkeil' oder 'Diamantkeule'), durchbricht die neunundneunzig Vorhoefe und spaltet Vritras Kopf; die in seinem Leib gefangenen sieben Stroeme stuerzen hervor und bringen den Subkontinent zum Leben. Im spaeteren Hinduismus (Mahābhārata, Bhāgavata Purāṇa) wird Vritra als Bruder von Tvaṣṭṛs Sohn Viśvarūpa neu erzaehlt, urspruenglich Indras Freund, durch goettlichen Verrat getoetet, wodurch Indra die Suende der brahmahatyā ('Toetung eines Brahmanen') auf sich laedt.